Leistungssport und top Ausbildung

von Virág Tóth
coffee world report

Weshalb die Berufsausbildung trotz viel Sport und viel Schule gut funktioniert?

Leistungssport und Berufsausbildung: die Sporthandelsschule Feusi macht’s möglich

Leistungssport oder Berufsausbildung? Eine Entscheidung, die ich nicht fällen wollte und vor der kein Nachwuchstalent stehen sollte. Deshalb wählte ich für mich die Kombination aus beidem. Ich, Virág Tóth, erzähle wie ich meinen Weg als Leistungssportlerin und Auszubildende gefunden habe.

Wie ich zur Handballerin wurde

Ich spiele seit über elf Jahren leidenschaftlich Handball. Zu diesem Sport bin ich durch meine Mutter gekommen, die 30 Jahre lang aktive Handballspielerin war. Angefangen habe ich als Achtjährige auf dem kleinen Feld, mittlerweile spiele ich bei den Erwachsenen in der Erstliga. Der Handballsport ist für mich nicht nur körperlich, der einen guten Ausgleich zum Alltag ermöglicht. Beim Spielen fühle ich mich wie in einem Rausch, wenn es um das Gewinnen geht und wenn das Publikum mit uns fiebert. Jeder Erfolg, den wir als Team erreichen, gibt mir ein tolles Gefühl und spornt mich an, immer wieder an meine Grenzen zu gehen – auch wenn es aussichtslos erscheint. Mein Team ist zu meiner zweiten Familie geworden. Eine Familie, die mich unterstützt, motiviert, respektiert und in der wir auch zusammen feiern.

So schön der Leistungssport ist, so wichtig war für mich auch meine Berufsausbildung. In der 9. Klasse stand ich vor der Wahl, ob mir meine sportlichen Ziele oder eine Berufsausbildung wichtiger war. Zum Glück musste ich diese Entscheidung nicht fällen. Online habe ich das Angebot des Feusi Bildungszentrums, konkret die Sporthandelsschule, gefunden.

Die Sporthandelsschule bietet die für mich perfekte Lösung an. Ich kann eine Berufsausbildung absolvieren und parallel weiterhin Sport auf hohem Niveau betreiben. Die Berufsausbildung an der Sporthandelsschule dauert vier Jahre und bietet ein schulisches Umfeld, das auf die speziellen Anforderungen von Leistungssportlern/-innen zugeschnitten ist. Der Unterricht findet halbtags statt, damit genügend Zeit für die Trainings bleibt. Der Sporthandelsschule ist die Praxisfirma VitaliKa angeschlossen. Sie ist Teil eines Übungsfirmenmarktes, welcher Abläufe und Zusammenhänge der realen Wirtschaft nachbildet, nur die Geld- und Warenströme sind virtuell. Auszubildende lernen die kaufmännischen Kompetenzen praxisnah. Diese Kompetenzen können die Auszubildenden während des 18-monatigen Teilzeitpraktikums, das die Ausbildung abschliesst, anwenden.

Zu Beginn des zweiten Schuljahrs machten wir uns auf die Suche nach geeigneten Praktikumsbetrieben. Die Suche war nicht immer einfach, die vielen Bewerbungen, die Absagen und die damit einhergehenden Enttäuschungen. Zum Glück hat uns die Feusi perfekt unterstützt und am Ende hatten wir alle eine Praktikumsstelle.

Meinen Praktikumsbetrieb, die Schaerer AG, kannte ich schon. Mein Vater arbeitet seit einigen Jahre bei Schaerer und fühlt sich bei Schaerer sehr wohl. Klar, habe ich mich dann gefragt, ob ich auch bei Schaerer arbeiten könnte. Leider war ein Praktikum, wie ich es absolvieren wollte, nicht vorgesehen. Mein Vater hat sich dann mit der Personalabteilung getroffen und die Ausbildung an der Sporthandelsschule und das Praktikum erklärt. Dieses Gespräch hat mir dann erlaubt meine Bewerbungsunterlagen einzuschicken und mich kurz darauf vorzustellen. Mir hat das Arbeitsklima und die Firma von Beginn an gefallen. Alle waren mir und meiner Ausbildung gegenüber sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und verständnisvoll.

Nach den beiden Schnuppertagen war klar, dass kein anderes Unternehmen für mein Praktikum infrage kommt als die Schaerer AG. Als sie mir beim Gespräch mitgeteilt haben, dass sie mich per 1. August 2019 gerne als Praktikantin einstellen möchten, freute ich mich sehr darüber.

Sport und Ausbildung – ein Erfolgsduo!

Profi-Sport oder Berufslehre? Kein Nachwuchstalent im Leistungssport sollte diese Wahl treffen müssen. Deshalb ist es umso wichtiger einen Ausbildungsplatz zu finden, der es ermöglicht, die sportliche Karriere parallel zur beruflichen Laufbahn seriös zu verfolgen. Damit aber eine solche Zusammenarbeit überhaupt funktionieren kann, braucht es sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Auszubildenden ein hohes Mass an Flexibilität und Engagement.

Für mich persönlich war es keine Option, nur auf die Karte Sport zu setzen. Natürlich ist Handball meine grosse Leidenschaft, trotzdem wollte ich auch unbedingt eine Berufsausbildung absolvieren. Im Profi-Sport ist das Risiko einer Verletzung nicht wegzureden, ein kleines Missgeschick reicht und die Karriere ist für immer beendet. Aus diesem Grund wählte ich den Weg mit der Sporthandelsschule. Der Weg war nicht immer einfach. Es gilt die hohen Anforderungen des Leistungssportes und der Berufsausbildung erfolgreich zu meistern. Das gelingt nur mit hoher Selbstdisziplin.

Ausserdem wird eine Sportlerin meist nur als Person angesehen, die regelmässig und intensiv eine oder mehrere Sportarten betreibt. Das stimmt, ist aber noch lange nicht alles und nur die wenigsten wissen, welche Opfer für den sportlichen Erfolg notwendig sind. Eine Athletin muss immer an ihre Grenzen gehen, um immer besser zu werden. Und manchmal reicht es trotz aller Anstrengungen nicht immer zum Sieg, trotz der vielen Stunden Training und Vorbereitung. Auch diese Momente müssen verdaut werden. Ein Profisportler muss schon früh lernen, Prioritäten zu setzen und mit den vielen verpassten Dingen umgehen zu lernen, die verpassten Geburtstage und Hochzeiten oder die Freundschaften, die diesem Druck nicht standhalten können.

Meine eigenen Erfahrungen

Während meiner Berufsausbildung achtete ich stets darauf, dass kein Bereich zu kurz kam, weder Schule, Sport noch die Arbeit - was mir offen gesagt nicht immer leichtfiel. Dabei erkannte ich, dass es wichtig ist, sich immer nur auf die momentane Tätigkeit zu konzentrieren. Manchmal wollte ich am liebsten schon die Spielzüge für den nächsten Match besprechen, obwohl ich noch in der Schule sass.

„In welcher Abteilung hat es dir am besten gefallen?“ – diese Frage wurde mir oft gestellt. Die Antwort dazu fällt mir allerdings schwer, da ich nicht finde, dass ich die Abteilungen miteinander vergleichen kann. Die Aufgabenbereiche und damit auch die Arbeiten sind sehr unterschiedlich und mir machte diese Abwechslung Spass. Was ich sehr schätzte, dass ich in jedem Team sehr herzlich aufgenommen wurde und mich dadurch sehr rasch wohlfühlte.

In meinem Praktikum habe ich sehr viel Neues gelernt. Eine wichtige Lektion war für mich zum Beispiel, dass Schnelligkeit nicht immer gleich Qualität bedeutet. Es ist besser, wenn ich mir etwas mehr Zeit nehme, um eine Aufgabe richtig und nicht nur schnell zu erledigen. Gleich zu Beginn meines Praktikums durfte ich gemeinsam mit den kaufmännischen Lernenden den Nationalen Zukunftstag planen, was für mich sehr aufregend war. Ich arbeitete in den Abteilungen HR, Export und Marketing. Dadurch lernte ich die Teams und die Aufgaben bis ins Detail kennen und auch was es heisst, selbständig zu arbeiten. Nach meinem Praktikum fühle ich mich gewappnet für die Arbeitswelt, da ich mich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weiterentwickeln konnte. Ich lernte selbständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Kennen Sie Feusi und ihre Ausbildungsmöglichkeiten?

Feusi ist eine zielgerichtete, anerkannte und inhabergeführte Privatschulgruppe. Sie bietet in einer familiären Atmosphäre ein durchgängiges und praxisorientiertes Bildungsangebot. Feusi steht für lebenslanges Lernen, Flexibilität und Kompetenz. Dies zeigen ihre 200`000 Absolventen und Absolventinnen, die seit 1952 ihr Wissen erweitern. Ausserdem gibt es für Athleten ein breites Band an Ausbildungsmöglichkeiten, mit dem sie Leistungssport betreiben und gleichzeitig ihre Ausbildung absolvieren können. Diese Sportschulen sind seit 2004 zertifizierte Partnerschulen von Swiss Olympics.

Swiss Olympics ist das Nationale Olympische Komitee und der Dachverband für den privatrechtlichen, organisierten Schweizer Sport mit 104 Mitgliedern, denen rund zwei Millionen Sporttreibende in rund 19`500 Vereinen angehören.

Ausbildungsmöglichkeiten bei der Schaerer AG

Die Schaerer AG bildet seit 2009 Kaufmänner/-frauen und Logistiker/-innen aus. Und seit 2018 dürfen Informatiker/innen, Konstrukteure/-innen, Mechanikpraktiker/-innen, Elektroniker/-innen und Fachmänner/-frauen Betriebsunterhalt ihre Lehre bei der Schaerer meistern.

Schüler und Schülerinnen der 5. bis 7. Klasse haben jedes Jahr die Möglichkeit Bezugspersonen an die Arbeit zu begleiten. Dieses Event nennt sich Nationaler Zukunftstag, bei dem die Schaerer AG jedes Jahr dabei ist.

Diesen Beitrag durfte ich als Abschlussarbeit in der Marketingabteilung verfassen.

Wenn ich dein Interesse geweckt habe auch eine Ausbildung bei der Feusi zu absolvieren oder ein Schaerer Teammitglied zu werden, kannst du unter folgenden Links mehr über deine Interessen herausfinden:

Feusi Bildungszentrum

Schaerer AG