To-go ohne Gewissensbisse

von Schaerer Marketing Team
coffee world report

In Zeiten von ökologischer Korrektheit überhaupt möglich?

Coffee-to-go ohne schlechtes Gewissen

Bis zu 8 Millionen Becher und Deckel von Coffee to go Trinkern werden täglich in der Schweiz weggeworfen. Fast 15 % der in der Schweiz getrunkenen Kaffees werden aus to-go-Bechern verzehrt. Tendenz steigend.

Herr Adrian Gübeli, CEO der PAKK® behauptet «ja, mit unseren Produkten ist Coffee to go ohne schlechtes Gewissen möglich!» Das wollten wir genauer wissen und stellten Herrn Gübeli 4 Fragen.

Sie behaupten, dass Coffee-to-go ganz ohne schlechtes Gewissen mit Produkten von Handelgrün möglich ist? Können Sie uns das kurz erläutern?

So ganz ohne schlechtes Gewissen trifft nicht vollumfänglich zu. Jeder Einwegbecher hinterlässt einen ökologischen Fussabdruck, so auch unsere GreenPAKK® Einwegbecher. Regional organisierte Mehrwegbecher oder völlig anders gedachte Coffee to go Lösungen wären für den ökologischen Einwegkonsum sicherlich das Beste. Und hier gibt es durchaus interessante Ansätze, wie das Genfer Start-up mia&noa, das Kaffee-Bars ohne Einwegmaterial und ohne Kontakt zwischen der Mitbringtasse und der Kaffee-Bar entwickelt und betreibt.

Diese Ansätze befinden sich alle noch in den Kinderschuhen. Solange wir keine regionaleren und ökologischeren Lösungen haben, bin ich der Meinung, wenn Einweg, dann ökologisch. Und unsere Produkte sind ökologisch.

 

Die GreenPAKK® Butterfly-Becher sind aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt und vollumfänglich kompostierbar. Die verwendeten Rohstoffe sind 100% ökologisch und nachhaltig. Die Innenbeschichtung aus Wasserdispersion ohne Plastik kann wie die anderen Bestandteile vollständig kompostiert* oder zusammen mit Zeitungen und Prospekten mit dem Altpapier rezykliert werden. Der Clou dieser Becher ist, dass sie keinen Plastikdeckel mehr haben. Dieser ist clever in den Becher integriert.

*Die GreenPAKK® Butterfly-Becher können innerhalb von 30 bis 90 Tagen in einer industriellen Kompostierungsanlage vollständig biologisch abgebaut werden.

 

Moment! Das möchten wir genauer wissen. Für Ihre neuen Einwegbecher benötigen Sie keine Plastikdeckel. Das ist sicherlich ein Fortschritt. Jedoch sind Einwegbecher innen beschichtet und können gar nicht rezykliert werden? Ist das bei Ihnen nicht der Fall?

Richtig, die Deckel der GreenPAKK® Becher sind in den Becher integriert und mit normalen Plastikdeckeln vergleichbar, sie haben eine Trinköffnung und dichten den Becher ab. Damit können wir die Umweltbelastung eines Bechers to go massiv reduzieren, da zwei Drittel dieser Belastung auf den Plastikdeckel zurückgeführt werden kann.

Und wir können sogar auf die Beschichtung verzichten. Unsere neuste Technologie ermöglicht den Verzicht auf alle Beschichtungen. Wir verwenden eine Beschichtung aus Wasserdispersion und verzichten auf Plastikbeschichtungen oder auf eine Beschichtung aus pflanzlichen Bestandteilen. Die Becher, die daraus entstehen, können einfach ins Altpapier geworfen werden und sind zu 100 % wiederverwertbar. Alle Rohstoffe sind FSC zertifiziert und stammen ausnahmslos aus nachhaltiger Waldnutzung.

GreenPAKK® Butterfly Becher sind seit Mitte letztem Jahr verfügbar und unsere Kunden sind begeistert. Sie eignen sich für Kaltgetränke und doppelwandig auch für Heissgetränke.

Sollten wir nicht einfach einen stabilen to-go-Becher kaufen und diesen immer bei uns haben? Dann könnten wir ganz auf die Wegwerfbecher verzichten.

Theoretisch trifft das zu. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass der Kunde unweigerlich Mitverantwortung für die Hygiene in der Gastronomie übernimmt. Bitte spülen. Aber wer weiß schon, was für schädliche Darmbakterien oder sonstige widerlichen unsichtbaren Krankmacher sich auf dem mitgebrachten Becher tummeln?

Der Lebensmittelverband Deutschland hat zu diesem Thema ein Merkblatt und ein Video veröffentlicht, das die Thematik deutlich macht:

Wir sind der Meinung, wenn schon Mehrweg, dann Mehrweg ohne Kompromisse.

 

Dann würden Sie Mehrwegbecher auf Pfandrückgabe bevorzugen?

Mehrwegbecher funktionieren auf Pfandrückgabe und sind von vielen Herstellern verfügbar. FAircup, Recup, Cup for Cup oder der Besser-Becher sind einige Beispiele. In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile sogar den offiziellen Stadt-Becher zum Spülen und Wiederbefüllen-Lassen. Wie den FreiburgCup oder den Bielefeld-to-go-Becher. Studien belegen, dass Mehrwegbecher per se nicht umweltfreundlich sind, denn Mehrwegbecher werden erst aber der fünfzigsten Benutzung klimafreundlicher als die Einwegvariante. In dieser Zahl sind weder Transport noch Reinigung enthalten. Je zentraler die Depots der Mehrwegbecher organisiert sind, desto länger die Transportwege, desto schlechter die Umweltbilanz. Die Qualität des Reinigungsmittels spielt hier eine sehr grosse Rolle und kann die Umweltbilanz stark verschlechtern. Ein Beispiel, um diese Problematik aufzuzeigen: Im Jakobspark in Basel werden seit einigen Jahren Mehrwegbecher eingesetzt. Diese werden zur Reinigung nach St. Gallen gefahren. Ist das ökologisch?

Mehrweglösungen sollten meiner Meinung nach sehr regional, mit Elektromobilen und mit ökologischen Reinigungsmitteln umgesetzt werden. Solange es noch keine ökologischen Lösungen für Mehrwegbecher gibt, empfehle ich zum Pappbecher zu greifen und auf den Deckel zu verzichten, besser noch auf unseren neuen Einwegbecher mit integriertem Deckel, ganz aus Papier, ohne Beschichtung, 100 % recycelbar.

Quelle Quarks.de

Quellen und weitere Infos

 

PAKK® THE GREEN PACKAGING COMPANY 

mia&noa stellt sich vor (ab Minute 7 im Video)